Die Kluterthöhle
Die Geschichte in Stichpunkten


12. Jahrh.Scherbenfunde deuten darauf hin, dass sich im Mittelalter Menschen in der Höhle aufgehalten haben.
1618-1648Während des 30jährigen Krieges flüchtet die einheimische Bevölkerung in die Höhle.
um 1630Erster Nachweis des Klutertberges auf einer Landkarte (Mons Cluiters) von de Hondt.
1666Erste Erwähnung der Kluterthöhle durch Alexander Achilles.
1673Eintragung im Gevelsberger Sterberegister über Flucht in die Höhle.
1679Eintragung im (Ennepetal-)Voerder Kirchenbuch über Versteck von Wertsachen in der Höhle.
1698Erste Beschreibung der Höhle (in lateinischer Sprache) durch Ernst Casimir Wasserbach.
1733Erste ausführliche Beschreibung der Kluterthöhle in deutscher Sprache von Johann Heinrich Schütte.
1785Beschreibung und erster Höhlenplan (Gedächtnisskizze) von Johann Esaias Silberschlag.
1800Erster auf Vermessungen beruhender Teilplan ("Großes Viereck") der Höhle von Ludwig Castringius und Caspar Heinrich Stucke.
1883Heinrich Schmidt aus (Wuppertal-)Barmen verirrt sich in der Höhle und findet erst nach sieben Tagen und acht Nächten heraus.
1884Erstmals gibt es regelmäßige Führungen durch Heinrich Schmidt, allerdings nur für kurze Zeit.
ab 1891Der Sauerländische Gebirgsverein betreut die Höhle.
1910-1914Speläologische Forschungen und Vermessungen (Höhlenplan) durch den Rheinisch- Westfälischen Höhlenforschungsverein Elberfeld (Benno Wolf, Wilhelm Zelter und Theodor Koep). Vermessene Gesamtlänge 3.500m.
1927Die Brüder Ewald und Emil Schulten geben nach Forschungen und Neuvermessungen ihren "Führer durch die Kluterthöhle" mit einem verbesserten Höhlenplan heraus (3.825m Gesamtganglänge).
1935Als Ergebnis langjähriger Forschungen (seit 1929) durch die Brüder Wiard und Bruno Griepenburg veröffentlichen sie ihren neu vermessenen Höhlenplan (5.200m GGL) nebst einer ausführlichen Beschreibung.
1943-1945Im 2.Weltkrieg dient die Kluterthöhle als Luftschutzraum bei Fliegerangriffen.
1950August Bartz entdeckt die Heilwirkung der Höhle bei Atemwegserkrankungen und beginnt mit Führungen.
1951Dr. Hermann Spannagel betreut die Heilungssuchenden medizinisch und wird Höhlenarzt (Badearzt).
1954Die Kluterthöhle wird als "Klimahöhle" in den Bäderkalender des Deutschen Bäderverbandes e.V. aufgenommen.
1962-1965Hartmut Bender und Bernhard Kliebhan beginnen mit der Neuvermessung und erstellen einen neuen Plan, der allerdings erst 1977 veröffentlicht wird.
1976Beginn der Forschungen durch den Arbeitskreis Kluterthöhle.
1996Nach aufwendigen Neuvermessungen durch den AKKH erscheint der aktuelle Höhlenplan (5.443m GGL) mit zahlreichen Neuentdeckungen.
ab 2010Ein Taucher des AKKH, Stephan Schild, entdeckt neue, z. T. Wasser führende Gänge in den Bereichen "Ostsee" und "Westsee II". Dadurch erhöht sich die Gesamtlänge der Kluterthöhle auf 5.678m GGL (Stand Okt. 2011). Die Forschungen gehen weiter.
 Lothar Kruse, Oktober 2011


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