(Noch) Keine Sensation, aber neue Höhle!

Ein frohes neues Jahr wünscht der AKKH e.V. und beginnt dieses direkt mit einer neue Höhle!

Um es vorweg zu nehmen, der große Durchbruch war leider (noch) nicht da, doch kann die “Höhle am Tennisplatz” mit nun mehr 12 Meter GGL endlich als “richtige” Höhle ins Kataster eingetragen werden und wird nun auch offiziell den Namen “Paradieshöhle” tragen!

Doch der Reihe nach.

Gestern waren wirklich nur die Helden des Karstes im Wintereinsatz.

Vereiste Flächen mussten zunächst geräumt werden.

Schon die Fahrt zum Tennisplatz war eine Herausforderung. Mit Schneeschiebern und Salz wurde die gesamte Auffahrt bearbeitet, so dass es dann doch möglich war den Tennisplatz mit dem LKW zu erreichen. Zeitgleich setzten starke Schneeschauer ein die bis zum Nachmittag anhielten.
Nur der Schachtdeckel war die einzige aufgetaute Stelle weit und breit auf den tief verschneiten Tennisplätzen.

Der Eingang zu nächsten Großhöhle?

Daher haben wir unser Winterbauzelt mit Wärmequelle sowie das Dreibein aufgebaut. Erst danach begannen die Arbeiten im Schacht.

Zuerst wurde ein weiterer Sturz auf die vorbereiteten Wiederlager montiert und die Verfüllsäule weiter abgemauert.
Dies war auch bitter nötig, denn immer wieder lösten sich Steine und Sedimentschalen ab.
Nach den Sicherungsarbeiten ging es nun an die eigentliche Grabung.
Schnell war der Zustieg in die dahinter liegende Kammer ( 4 m lang, 2 m breit und 1,5 m hoch) freigelegt.

Geräumige Kammer, welche zum verweilen einlädt.

Herausgelaugte Korallen und kleine Sinterformationen sowie Sedimentreste früherer Verfüllungen verzierten die Höhlenwände.
Der Erdfallkegel lag erst einmal hinter uns. Aber leider gab es keine Fortsetzung und der Luftzug war auch irgendwie verschwunden. Frust machte sich breit. Aber da Aufgeben keine Option ist wurde ein Trüffelschwein nach unten beordert.

Erkennbar waren Nachsackungen zwischen der Höhlenwand und dem Erdfallkegel sowie eine Reihe von Knöpfchensintern ( die Freunde des Höhlenforschers). Genau hier gruben wir weiter nach unten.

Unter diesen Knöpfchensinter ging es weiter.

Einen halben Meter tiefer rutschte der Geißfuß nach unten weg, und sehr starker Luftzug setzte ein.
Zwischen Blöcken kann man hier nach unten blicken.
Also hier geht es definitiv weiter in die Tiefe und bei dem extremen Luftzug ( wie im Hackerloch am Wetterschluf ) sind wir gewiss das uns dort unten noch viel Neuland erwartet.

Blick in die Luftzugspalte.

Als das Grabungsteam nach oben kam hatten fleißige Hände die Baustelle schon abgeräumt und dankenswerter Weise die Straße den Berg hinunter gestreut. So konnte die Erfolgreiche Aktion unfallfrei beendet werden.

Fazit: Zwar war das noch nicht der sehnlichst erwartete Durchbruch in das große Höhlensystem, aber wir sind ihm schon ein weiteres Stück näher gekommen.

Für heute war es das…. Fortsetzung(!) folgt…….

Glück Auf!